Schlossstraße 11
06632 Freyburg (Unstrut)

Öffnungszeiten
Sommer (Apr. - Okt.): 10 - 17 Uhr
Winter (Nov. - Dez. u. März): 10 - 16 Uhr
Geschlossen: montags und 23. Dez. - 29. Feb.

Tel.: 034464 / 27426
Fax: 034464 / 66560
info@jahn-museum.de

 

Das Jahn-Museum ist in der Zeit vom 23. Dezember 2011 bis zum 29. Februar 2012 geschlossen

 

Buchpublikation von Hans-Joachim Bartmuß und Josef Ulfkotte: Nach dem Turnverbot – „Turnvater“ Jahn zwischen 1819 und 1852


 

 

Die Zeitspanne zwischen Friedrich Ludwig Jahns Verhaftung im Jahre 1819 und seinem Tod im Jahre 1852 wird von der biografiegeschichtlichen Forschung bislang stiefmütterlich behandelt. Die vorliegende Untersuchung versucht zu klären, ob Jahn nach seiner Verbannung aus dem öffentlichen Leben, nach Haft und jahrelanger polizeilicher Überwachung, bis zu seiner Wahl zum Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848 tatsächlich im Abseits stand. Seine Rolle in der Männerturnvereinsbewegung der 1840er Jahre wird ebenso kritisch reflektiert wie seine Arbeit im Paulskirchenparlament. Die Darstellung, in der auch Zeitgenossen Jahns zu Wort kommen, wird mit einem Kapitel über den „Antisemiten“ und „Franzosenfresser“ Jahn eingeleitet. Hans-Joachim Bartmuß war Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Josef Ulfkotte ist Studiendirektor am Gymnasium Petrinum in Dorsten. Beide Autoren gehören dem Präsidium der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft an. Das Buch ist 2011 im Böhlau-Verlag erschienen.

Zum Vorwort von Hansgeorg Kling

 

Jahn-Museum zum 89. Jahnturnfest in neuem Glanz




Fotos: M. Menzel, Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft
 

 

Nun ist auch das 89. Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnfest schon wieder Geschichte. In strahlendem Sonnenschein empfing die Jahn-, Wein- und Sektstadt an der Unstrut am letzten August-Wochenende wieder viele Teilnehmer und Besucher zum Traditionsturnfest. Ganz im Zeichen von „200 Jahre Turnbewegung – 200 Jahre soziale Verantwortung“ standen die verschiedenen Veranstaltungen der Jahn-Gesellschaft und des Landesturnverbandes Sachsen-Anhalt.
Pünktlich zum Fest präsentierte sich das Jahn-Museum in neuer lindgrüner Fassade. Das Projekt dazu hatte die Jahn-Gesellschaft am 11. April 2011 gestartet, als die Pressesprecherin des Unternehmens MITGAS, Frau Sommerfeld, im Auftrag des Vorstandes einen Scheck in Höhe von 4.000 € an den Präsidenten der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft, Hansgeorg Kling, übergeben hatte. 1.000 € stellte die Jahn-Gesellschaft zur Verfügung, und die restlichen Mittel sind von der Denkmalförderung aufgebracht worden, die auch die Farbgestaltung festgelegt hatte.
Mit der Fassadenrenovierung noch im Jahr 2011 sollte auch ein Beitrag zur Würdigung des 200-jährigen Jubiläums der Eröffnung des ersten öffentlichen Turnplatzes auf der Berliner Hasenheide geleistet werden, zumal das Jahn-Museum und somit auch Freyburg verstärkt im Fokus des Interesses anlässlich der Jubiläums-Feierlichkeiten stehen werden. In einer kleinen Zeremonie vor dem Jahn-Grab würdigte Hansgeorg Kling das politische Wirken Friedrich Ludwig Jahns und die Bedeutung des Jahn-Museums für die Erinnerungskultur, Jahn-Rezeption und die historisch verantwortungsvolle Interpretation seines Wirkens.
J. Leirich

 

Über 1000 Turnerinnen und Turner kommen zum 89. Jahn-Turnfest vom 19. - 21. August 2011
Eröffnung der Sonderausstellung des DTB: „In Bewegung - 200 Jahre Turnen“


 

 

Das Friedrich-Ludwig-Jahn - Turnfest 2011 steht ganz im Zeichen des diesjährigen Jubiläums unserer Turnbewegung in Deutschland. Auf 200 Jahre Turnbewegung können wir mit Stolz zurückblicken und mit tausenden von Beispielen belegen, dass diese Entwicklung seit der Errichtung des ersten Turnplatzes 1811 in der Berliner Hasenheide durch Friedrich Ludwig Jahn eine sehr erfolgreiche war und ist. "Traditionelles bewahren und mit Neuem verbinden – das ist schon immer das Motto unseres Turnertreffens an der Unstrut, das wir auch in diesem Jahr wieder durchführen wollen."
Der Landesturnverband Sachsen-Anhalt und die Stadt Freyburg laden zur nunmehr 89. Auflage des Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnfestes nach Freyburg ein.

Aus dem Programm

Freitag, 19. August 2011
15.00 Uhr: Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum: Jahn-Ehrung
16.00 Uhr: Jahn-Ehrenhalle: Eröffnung der Sonderausstellung „In Bewegung - 200 Jahre Turnen"
16.30 Uhr: Jahn-Denkmal an der Erinnerungsturnhalle: Feierliche Kranzniederlegung
17.30 Uhr: Schützenhaus: Mitgliederversammlung der Jahn-Gesellschaft.
20.00 Uhr: Begegnungsstätte im Jahn-Museum: Geselliges Beisammensein

Sonnabend, 20. August 2011
09.30 Uhr: Einmarsch in das Jahn-Stadion und Eröffnung der Veranstaltung
10.00 Uhr: Wettkämpfe im Gerätturnen, 29. Jahn-Gedenklauf, Nordic Walking
10.30 Uhr: Turnfest-Workshop
12.00 Uhr: Freyburger Jedermannturnen
13.00 Uhr: Turnfest-Orientierungslauf
20.00 Uhr: Turnerball in der Rotkäppchen-Mumm-Sektkellerei sowie weitere kulturelle Angebote

Sonntag, 21. August 2011
09.00 Uhr: Fortsetzung der Wettkämpfe im Gerätturnen
10.30 Uhr: Turnfest-Staffellauf (Schwimmbad)

 

Briefmarke zum Jubiläum „200 Jahre Hasenheide“


 

 

Ab 9. Juni 2011 ist in den Filialen der Deutschen Post das Sonderpostwertzeichen „200 Jahre Turnplatz Friedrich Ludwig Jahn“ erhältlich. Zum Jubiläumsjahr „200 Jahre Turnbewegung – 200 Jahre soziale Verantwortung“ gestaltete Annegret Ehmke (Eutin) die 165 Cent-Marke, die das Bundesministerium der Finanzen herausgibt. Als Bildvorlage diente ihr eine Lithografie mit dem Titel „Der erste Turnplatz Deutschlands“, die ihr das Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum (Freyburg/Unstrut) mit freundlicher Genehmigung zur Verfügung gestellt hat.
Vor 200 Jahren – im Juni 1811 – errichtete Friedrich Ludwig Jahn in der Berliner Hasenheide den ersten öffentlichen Turnplatz mit verschiedenen Turngeräten und Gerüsten. Dort trafen sich an Nachmittagen Schüler aus den Gymnasien und später auch erwachsene Männer zur körperlichen Ertüchtigung. Die Eröffnung der Hasenheide gilt als Geburtsstunde der Turnbewegung.
(aus Deutsches Turnen, Nr. 6, Juni 2011)

 

Deutscher Turner-Bund erinnert an 1811


 

 

In Erinnerung an die Errichtung des ersten öffentlichen Turnplatzes 1811 durch Friedrich Ludwig Jahn auf der Berliner Hasenheide blickt der Deutsche Turner-Bund (DTB) im Jahr 2011 auf „200 Jahre Turnbewegung“ zurück. Es geht dabei nicht um das Bestehen des DTB als Sportverband, der bekanntlich 1848 gegründet wurde, sondern um die Würdigung der Turnbewegung als eine gesellschaftliche Bewegung, die seit 200 Jahren bis heute Verantwortung für die soziale Gestaltung unserer Gesellschaft übernimmt. Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759-1839) und Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) waren mit ihren damals neuartigen Vorstellungen von Bewegung und Erziehung vor 200 Jahren die Wegbereiter. Die Errichtung des ersten öffentlichen Turnplatzes 1811 in der Berliner Hasenheide durch Jahn gilt als die „Geburtsstunde“ der Turnbewegung. Die Turnbewegung in Deutschland heute umfasst 20 Landesturnverbände bei knapp 5 Millionen Mitgliedern in bundesweit über 20.000 Turnvereinen und Turnabteilungen.

Zur DTB-Homepage

 

Sonderausstellung im Jahn-Museum: Prächtige Erinnerungen – Turngeschichte in Grafiken


 

 

Die deutsche Turnbewegung wird 2011 zweihundert Jahre alt. Ein wichtiger Abschnitt war die Zeit zwischen 1860 und 1914, in der sie einen enormen Aufschwung erlebte.
Aus diesem Zeitraum besitzt das Jahn-Museum großformatige, meist farbige Erinnerungsblätter und Urkunden, von denen es hier eine Auswahl zeigt. In ihnen spiegeln sich wichtige Ereignisse wie Turnfeste oder Jubiläen, aber auch die turnerischen Aktivitäten selbst. Sie vermitteln einen Eindruck von der Tradition und dem Selbstverständnis der Turnbewegung und sind interessante Zeugnisse für den Stil und die künstlerische Gestaltung in dieser Zeit.
Die Ausstellung war bereits im Herbst 2010 zu sehen und wird nun anlässlich des Turn-Jubiläums nochmals gezeigt. Sie ist bis Juli 2011 geöffnet.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Zur Publikation über die Ausstellung im Jahn-Report, 31. Ausgabe

 

Josef Ulfkotte veröffentlicht Briefe von Friedrich Ludwig und Emilie Jahn an Wilhelm Lübeck


 

 

Mit der jetzt vorgelegten Veröffentlichung über den „späten“ Jahn schließt die Jahn-Forschung erneut eine Lücke: Die Jahre nach 1819, also nach der wirkungsmächtigsten Zeitspanne seines Lebens in Berlin (1809 bis 1819) und nach der Festsetzung Jahns („Turnsperre“), galten bisher als vermeintlich ungeschichtlich und umrissen das Bild eines unpolitischen und öffentlich nicht mehr wirksamen „Turnvaters“.
Dr. Josef Ulfkotte, Präsidiumsmitglied der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft, liefert jetzt den Nachweis, dass es sich bei der zweiten Lebenshälfte, die Jahn in Freyburg verbrachte, um Jahre handelt, in denen er durchaus für die weitere Ausbreitung des Turnens wirkte und in denen er umfangreiche Kontakte pflegte, die seine Einstufung als einen erfolgreichen Netzwerker rechtfertigen.
Die vorliegende Quellenedition vereinigt alle in der Berliner Göritz-Lübeck-Stiftung aufbewahrten Briefe von Friedrich Ludwig Jahn und seiner zweiten Ehefrau Emilie an Wilhelm Lübeck. In Kooperation mit den Behörden gab es nicht nur Privat-Turnanstalten, sondern auch einen von der Regierung gewollten und geförderten Turnunterricht in den Schulen. Das sind Aktivitäten, bei deren Verfolgen Lübeck seit 1829 ein wichtige Rolle spielte; sowohl als Turnlehrer und als einer, der selbst Turnlehrer ausbildete, auch als derjenige, der 1843 das „Lehr- und Handbuch der deutschen Turnkunst“ veröffentlichte. Er starb 1879 in Bad Freienwalde.
Nicht nur für die biographisch angelegte Jahnforschung und für die Turngeschichte dürfte diese Quellenedition von großem Nutzen sein, sondern auch für bestimmte historische Teildisziplinen wie die Alltagsgeschichte.
Hansgeorg Kling

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