Schlossstraße 11
06632 Freyburg (Unstrut)

Öffnungszeiten
Sommer (Apr. - Okt.): 10 - 17 Uhr
Winter (Nov. - Dez. u. März): 10 - 16 Uhr
Geschlossen: montags

Tel.: 034464 / 27426
Fax: 034464 / 66560
info@jahn-museum.de

 
 
 
 

US-Besuch in Freyburg

 

Jahn-Report 37 online

 



Museumsleiterin Ilona Kohlberg mit dem DTB-Ehrenbrief ausgezeichnet

Die Geschäftsführerin des LTV Sachsen-Anhalt, Frau Bianka Hüller zeichnet die Leiterin des Jahn-Museums, Frau Ilona Kolberg anlässlich ihres 60. Geburtstags am 21.Juni 2013 mit dem Ehrenbrief des Deutschen Turner-Bundes aus. Frau Hüller dankt ihr damit im Namen des DTB für ihre mehr als zwei Jahrzehnte währenden Verdienste für das Deutsche Turnen, in der Jahngesellschaft und für das Jahn-Museum.

Jahn-Report 36 online

 

Internationaler Museumstag

Am 12. Mai fand anlässlich des Internationalen Museumstages das bereits angekündigte Familienfest im Jahn-Museum statt. Im Museum schmückten die Zeichnungen der Kita „Hühnerjagd“ und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule, die sich am Malwettbewerb um das schönste Muttertagsbild beteiligt haben, den Eingangsraum. Viele schöne Motive als Dankeschön an die Mütter waren entstanden. Die 4. Klasse der Grundschule fertigte eine 4 m lange Kette mit Glückwünschen für ihre Muttis an.
Die jeweils drei schönsten Zeichnungen wurden mit Preisen ausgezeichnet. Es winkten Karten für das Spaßbad Bulabana, Kinokarten und Eisgutscheine. Die Kinder konnten an einer Mal- und Bastelstraße kleine Geschenke für ihre Muttis anfertigen. Pflanzen für Garten und Balkon bot die Gärtnerei Gohrke an und in der Begegnungsstätte des Museums gab es selbstgebackenen Kuchen, Kaffee und Wein des Weingutes Familie Lückel. Jede Mutti erhielt anlässlich des Muttertages ein Glas Sekt.
Interessierte Besucher hatten die Möglichkeit, einen Blick in das Archiv des Museums zu werfen. Von besonderem Interesse waren dabei die Originaldokumente aus dem Nachlass von Friedrich Ludwig Jahn. Im Museum zog natürlich das Original des Turnpferdes, der Schwingel, die Aufmerksamkeit auf sich.
Trotz des nicht gerade einladenden Wetters nutzten ca. 50 Besucher von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr die Angebote des Museums

Ilona Kohlberg
Museumsleiterin


Ein Ausschnitt der insgesamt vier Meter langen Bilderkette, welche von Schülern der Jahn-Grundschule angefertigt worden ist.
 

Siegerbild des Malwettbewerbs zum Muttertag aus der Kategorie Schulkinder
 

Siegerbild des Malwettbewerbs zum Muttertag aus der Kategorie Kindergartenkinder

 

int. Museumstag - Muttertag
Pflanzenflohmarkt im Jahn-Museum


Öffnungszeiten des Museums:
Dienstag –Sonntag 10.00 Uhr – 17.00 Uhr

Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum
Schloßstrasse 11, 06632 Freyburg (Unstrut)
Email : info@jahn-museum.de
Tel. 034464/ 27426

 

 

Anlässlich des Internationalen Museumstages, der in diesem Jahr auf den Muttertag fällt, heißt das Team des Friedrich-Ludwig-Jahn-Museums am Sonntag, 12. Mai ab 13 Uhr die Besucher „herzlich willkommen“ zum Muttertagsfest mit Pflanzenflohmarkt. Eingeladen sind neben Familien vor allem ambitionierte Hobbygärtner, die gern ihre „Schätze“ mit uns teilen. Hauptsache man hat Spaß am regen Tauschen, Stöbern und Kaufen von allerlei Blumen und Gartenschmuck. Für das leibliche Wohl wird mit Kaffee, Sekt, Wein und süßem wie auch herzhaftem Kuchen gesorgt. Um 15 Uhr sollen dann die Sieger im Wettbewerb für das schönste Bild zum Muttertag gekürt werden. Als Preise winken unter anderem Kinogutscheine und ein Tag im Spaßbad. Für alle Kinder, die noch kein Geschenk haben, gibt es zudem die Möglichkeit im Gewölbe des Museums eine Überraschung für die Mama zu basteln. Anlässlich des Internationalen Museumstags bieten wir Interessierten auch Einblicke in das Archiv des Museums. Wer Lust hat, sich am Pflanzenflohmarkt zu beteiligen, darf sich gerne an das Museum wenden. Alle Kinder, die sich am Wettbewerb um das schönste Muttertagsbild beteiligen wollen, können ihr Bild bis zum 3. Mai an das Jahn-Museum schicken oder einfach von Dienstag bis Sonntag selbst im Museum abgeben. Der Eintritt zum Fest ist frei und für alle Mamas gibt es zur Begrüßung ein Glas Sekt!

Ilona Kohlberg
Museumsleiterin

Sonderausstellung
„Vereine stellen sich vor – Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“

 

 

Unter dieser Thematik wurde am 01. Dezember die nunmehr 12. vorweihnachtliche Ausstellung im Jahn-Museum eröffnet. Die Erben Friedrich Ludwig Jahns – so lautet der Einführungstext zur Sonderausstellung. Bereits während seiner Hauslehrertätigkeit in Neubrandenburg 1803/04 hatte Friedrich Ludwig Jahn mit Schülern vielfältige Leibesübungen betrieben. Als er 1811 in der Hasenheide den ersten öffentlichen Turnplatz begründete, ahnte er sicher nicht, was für eine Bewegung er ins Rollen brachte. Seit über 200 Jahren wird in der ganzen Welt geturnt. Jahns Tätigkeit auf dem Turnplatz war vor allem der Arbeit mit Jugendlichen gewidmet. Er forderte aber auch, dass jeder Turnplatz einen Spielplatz haben sollte, denn mit körperlicher Ertüchtigung kann man nicht früh genug beginnen. Auch heute noch nimmt die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einen großen Teil der Vereinstätigkeit ein. Das Erbe von Friedrich Ludwig Jahn wird von ihnen wach gehalten und bewahrt. In der weihnachtlich geschmückten oberen Etage präsentieren sich Vereine, die sich verstärkt der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen widmen. Es präsentieren sich mit ihrer Geschichte und verschiedenen Exponaten der Landesstützpunkt Laucha, der SC Empor Laucha Sektion Aerobic, die Turn- und Sportgemeinschaft „Jahnstadt“ mit seinen Abteilungen Floorball (Unihockey), Knabenfußball und Karate sowie die Kinderfeuerwehr „Löschzwerge“ Freyburg. Zur Eröffnung begeisterten die Aerobic-Mädchen des SC Empor Laucha unter Leitung von Jessica Rößler die mehr als 50 Gäste mit einem beeindruckenden Programm. Die Sonderausstellung ist bis 31.03.2013 zu den Öffnungszeiten zu besichtigen.
Ilona Kohlberg
Mueseumsleiterin

Turnpferd wird Weihnachten 200 Jahre alt

 

 

(Bericht aus der Deutschen Turnzeitung 1898)
Im Winter 1811/12 hatte Friedrich Ludwig Jahn vier Turnern, Dürre, Pischon, Moliere und Zenker durch den Fechtmeister des Kadettenkorps Benecke Unterricht im Schwingen (Voltigieren, Pferdspringen) erteilen lassen. Die übungen wurden dann an einem alten, der „Fechtgesellschaft“ gehörenden Schwingel (Pferd) fortgesetzt. Dies war sehr wackelig und wenig mehr zu gebrauchen. Als es dann in einer Wagenremise stand, versanken Pferd und Springer völlig im Staub. Daraufhin starteten Jahns Schüler einen Aufruf zu einer Geldsammlung zur Anschaffung eines Schwingpferdes. Es kamen 100 Taler (damals eine große Summe) zusammen, von denen 90 Taler für das mit schmiedeeisernen Stellfüßen versehene Pferd verausgabt wurden. Dieses wurde dann in den Veronaschen Saal in der Behrenstraße gebracht.
Am Weihnachtsabend 1812 führten die Turner Jahn, der von all dem nichts erfahren hatte, in den hell erleuchteten Saal, wo Fechtpaare ihn mit Scheingefecht willkommen hießen und zu dem Pferd als Weihnachtsgeschenk führten.
Nach Jahns Verhaftung 1819 kam das Pferd in den Eiselenschen Turnsaal und von da 1851 zur Eröffnung der königlichen Zentralturnanstalt in der Scharnhorststraße mit den übrigen Geräten dorthin. Es wurde hier mit Vorliebe benutzt. Bei der Gründung der königlichen Turnlehreranstalt 1877 wanderte das Pferd zunächst in das königliche Wilhelms-Gymnasium. Von da kam es 1879 in die neu erbaute Anstalt in der Friedrichstraße 229, wo es in einer Ecke des großen Turnsaales mit frischem Lederüberzug versehen, ein beschauliches Dasein führte. Auf Ersuchen des Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft, Dr. Ferdinand Goetz, hat sich der Unterrichtsminister Dr. Bosse 1898 damit einverstanden erklärt, dass das Pferd dem Jahn-Museum in Freyburg a. d. Unstrut überwiesen werde.
Seit dieser Zeit gehört das Turnpferd zum Inventar des Friedrich-Ludwig-Jahn-Museums.

Ilona Kohlberg

Jahn-Report 35 erschienen

 


Japanische Delegation besuchte das Jahn-Museum

 

 

Am 22. und 23. September 2012 fand in Cottbus in der Lausitz-Arena das 27. Internationale Nachwuchsturnier um die eGWohnen JUNIORSTROPHY statt. An diesem Turnier nehmen schon seit mehreren Jahren auch japanische Turner teil. Zu einer schönen Tradition ist es geworden, dass die Kinder und Jugendlichen auf Ihrer Heimreise das Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum besuchen. Am Montag, d. 24.09.2012 konnten sich die Juniorenturner mit Hilfe ihres Betreuers und Dolmetschers, Herrn Takahashi (links im Bild), einen Einblick in das Leben von Friedrich Ludwig Jahn verschaffen. Mit Begeisterung turnten sie im Anschluss an die Museumsführung an den drei historischen Turngeräten auf dem Außengelände.

Ilona Kohlberg

Zusammenarbeit mit der Sekundarschule „Friedrich Ludwig Jahn“

 

 

Die Sekundarschule „Friedrich Ludwig Jahn“ Freyburg befindet sich seit August 2010 in einem europäischen COMENIUS-Projekt mit Schulen aus weiteren europäischen Ländern, Italien, österreich, Portugal, Slowakei und Polen. Das Projekt wird von der EU gefördert und soll das europäische Bewusstsein bei den Teilnehmern stärken.
Die Schüler und Lehrer der Sekundarschule nahmen bereits an Treffen in Freistadt in österreich, Martin in der Slowakischen Republik, Vilfranca de Xira in Portugal und Lubliniec in Polen teil. Dabei wurden viele interessante Themen bearbeitet. Unter anderem wurde eine Powerpoint-Präsentation über europäische Freistädte erarbeitet, da sich vier Partnerschulen in einer Freistadt befinden. Die Ergebnisse der verschiedenen Projektthemen wurden im März 2012 in Villa Franca de Sicula in Italien präsentiert. Im Juni 2012 besuchten Lehrer der Partnerschulen die Sekundarschule in Freyburg. In nur zwei Besuchstagen wurde den Gästen ein umfassender überblick über unser Bildungssystem gegeben und sie erhielten einen kleinen Eindruck unserer vielfältigen Kulturlandschaft.
Dafür erhielt die Sekundarschule Hilfe und Unterstützung der Verbandsgemeinde, lokaler Einrichtungen und Vereine. Somit konnten die Gäste nach dem Willkommen in der Sekundarschule „Friedrich Ludwig Jahn“ im Rahmen einer Stadtbesichtigung auch das Jahnmuseum besuchen und sich einen überblick über das Leben und Wirken Jahns verschaffen.

Ilona Kohlberg

80 Jahre Friedrich-Ludwig-Jahn-Hütte auf den Neuhöfer Wiesen bei Schmalkalden

 

 

Zitat aus dem Grußwort der Festschrift von Gerlinde Garbe, 1. Vorsitzende des Schmalkaldener Wandervereins „Turnvater Jahn“, der seit 2002 Mitglied der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft ist: „Die damaligen Erbauer, Mitglieder von Turnvereinen und Natur- und Heimatfreunde aus Steinbach-Hallenberg, Altersbach, Asbach, Näherstille, Struth-Helmershof, Schmalkalden, Unter- und Oberschönau haben wohl nicht gedacht, dass ihre Schutzhütte einmal ein solch beliebtes Wanderziel für Wanderfreunde aus nah und fern werden würde.
Am 13. November 1932 erhielt die Hütte zur Einweihungsfeier den Namen Friedrich Ludwig Jahn – des Begründers und Organisators des Deutschen Turnwesens im 19. Jahrhundert. Diesen Namen zu tragen ist für uns Ehre und Verpflichtung, gilt es doch, unsere Jugend gerade in der heutigen Zeit, zu regelmäßiger sportlicher Betätigung zu erziehen und dafür zu begeistern.“
Der Schmalkaldener Wanderverein trägt mit Stolz den verpflichtenden Namen des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn. In seinen Publikationen trägt er sein Leben, Wirken und seine Bedeutung in die Öffentlichkeit. So auch in der zum Jubiläum erschienenen Festschrift, die dazu einen ausführlichen Beitrag unseres kürzlich verstorbenen Vizepräsidenten Prof. Dr. Jürgen Leirich enthält, an den in einer Gedenkminute erinnert wurde. Bereits zum 70-jährigen Bestehen der Jahnhütte war ich als Leiterin des Friedrich-Ludwig-Jahn-Museums und als Vertreter des damaligen Jahnfördervereins zur Enthüllung eines Jahn-Gedenksteines eingeladen. Dieser stand jedoch an einer ungeeigneten Stelle, wo er den Unbilden der Witterung nicht stand hielt. Es wurde beschlossen, ihn zu einem geeigneten Anlass neu zu errichten, was nun zur Feier „80 Jahre Jahnhütte“ in die Tat umgesetzt wurde. Zu diesem Anlass hatte auch die Jahngesellschaft eine Einladung, die ich als Geschäftsführerin gern entgegen genommen habe. Ich überbrachte im Namen unseres Präsidenten Hansgeorg Kling Grußworte und ein Präsent der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft.

Ilona Kohlberg

 

Tag der offenen Tür im Friedrich-Ludwig-Jahn-Museum






 

 

Der diesjährige Internationale Museumstag stand unter dem Motto „Welt im Wandel – Museen im Wandel“. Das Museum soll bilden, fördern, fordern und integrieren. Es soll ein Ort der Begegnung und Diskussion für alle sein. Die Museen sind ein Teil der sich ständig verändernden Gesellschaft, in der sie sich täglich behaupten müssen und sollen. Auch das Jahnmuseum beteiligte sich mit einer Reihe von Aktivitäten am Internationalen Museumstag. Von 11.00 Uhr bis 17.00 Uhr standen das Museum und das Archiv für die Besucher offen. Etwa 60 Besucher, unter denen sich auch in diesem Jahr zur Freude der Museumsleiterin wieder zahlreiche Freyburger befanden, nutzten bei schönem Wetter die verschiedenen Angebote für Groß und Klein. Einblicke ins Archiv, bei denen die Museumsleiterin unter anderem die wertvollen historischen Turnerfahnen, Originaldokumente Jahns und historische Fotoalben zeigte, fanden sehr großen Anklang. Das Weingut Familie Lückel (gegenüber vom Jahnmuseum) präsentierte sich in dieser Zeit mit einem Weinausschank, bei dem der von ihnen kreierte Jahnwein verkostet werden konnte. Ab 14.00 Uhr führten Kinder unter Leitung der Gemeindepädagogin Heike Kohn das Theaterstück „Der Frühling erwacht“ auf. Anschließend standen den Kindern eine Bastelstraße und verschiedene Bewegungsspiele auf dem Außengelände des Museums zur Verfügung. Zur Stärkung gab es am Nachmittag Kaffee und selbstgebackenen Kuchen.

Ilona Kohlberg
Leiterin des Jahnmuseums


 

Kinderfeiern im Jahn-Museum sind Bestandteil heimatkundlicher Bildung und Erziehung


 

 

Seit Jahren unterhält das Museum enge Beziehungen zu den Freyburger Schulen und zu Kindereinrichtungen. Die Schüler werden in Projekte eingebunden, die unter fachlicher Anleitung der Museumsleiterin, Ilona Kohlberg, realisiert werden. Die Schulen hatten vielfach den Nutzen davon, weil im Ergebnis dieser Arbeiten interessante Ausstellungen und andere Materialien entstanden sind. In der vorschulischen Bildung erlebten Kindergartenkinder Spielnachmittage auch unter Einbeziehung der historischen Turngeräte. Immer war damit auch ein Besuch des Museums verbunden. In den Führungen wurde den Kindern die Bedeutung, das Leben und Wirken des Turnvaters Jahn anschaulich erläutert. Das ist ein wichtiges Anliegen heimatkundlicher Bildung und Erziehung.
Bestandteil dieser Maßnahmen sind auch Angebote, in einem solchen Rahmen Kindergeburtstage und auch Feiern zu anderen Anlässen auszurichten. So wollte kürzlich auch Martha Boye ihren 7. Geburtstag anders feiern als andere Kinder ihrer Klasse. Die Eltern hatten den Freundeskreis in das Jahn-Museum eingeladen. Die Begegnungsstätte wurde in ein kleines Katzenparadies verwandelt, und nach dem Kaffeetrinken ging es zu einem kleinen Rundgang durch das Museum. Danach konnten sich die Kinder auf dem Außengelände nach Herzenslust austoben. Besonders viel Spaß hatten sie bei dem von den Museumsmitarbeiterinnen angefertigten „Twister“, der mit den Jahnschen Turngeräten bestückt ist.

 

Dokument zur Turnhistorie übergeben



Anfang März 2012 übergab Thomas Fritzsch das Dokument
an Museumsleiterin Ilona Kohlberg in Gegenwart der
Stellv. Bürgermeisterin, Ingrid Brix
 

 

Das diesjährige Friedrich-Ludwig-Jahn-Turnfest in Freyburg begeht ein Jubiläum – das Neunzigste!
Seit einer Woche ist das Archiv des Jahnmuseums um ein weiteres Zeugnis dieses historischen Ereignisses reicher. Es ist ein Sonderdruck des Querfurter Tageblattes und der Querfurter Heimatblätter, der anlässlich des 20. Jahnturnens am 09. August 1925 erschienen war. Das Dokument stammt aus dem Besitz von Elli Schmidt, vormals bekannte Turnerin und Tochter des damaligen Freyburger Turnwarts Heinrich Rosemann. Die 92-jährige Elli Schmidt, die heute in Berlin lebt, sei noch „fit wie ein Turnschuh“ sagt Thomas Fritzsch, der in ihrem Auftrag das wertvolle Dokument als Dauerleihgabe an die Museumsleiterin, Ilona Kohlberg, übergab.
Herr Fritzsch wohnt im ehemaligen Haus der Rosemanns in der Mühlstrasse, an dem 2011 eine Erinnerungstafel an Heinrich Rosemann angebracht wurde. Diesen Anlass ließ sich Frau Schmidt nicht nehmen, um ihre alte Heimat zu besuchen. Dabei stand natürlich auch ein Besuch des Jahnmuseums auf ihrem Programm. Ihr Vater war schliesslich bis Ende 1935 als Herbergsvater in der Jugendherberge tätig, die sich damals im Wohnhaus Friedrich Ludwig Jahns befand. Als Oberturnwart sowie als Männer-, Frauen-, Knaben- und Mädchenturnwart hat er natürlich auch seinen Kindern das Turn-ABC beigebracht. Einige Fotos in der Erinnerungsturnhalle belegen das. Die Besucher können die historischen Aufnahmen bestaunen, die unter anderem zeigen, wie die vierjährige Elli auf einem Arm ihres Vaters einen grazilen Handstand macht. Bei der Übergabe des historischen Dokumentes waren auch anwesend Freyburgs stellvertretende Bürgermeisterin Ingrid Brix und Andreas Ebert, der in der Verwaltungsgemeinde Unstruttal für die Wirtschaftsförderung zuständig ist.

 

Katalog zur Ausstellung: Prächtige Erinnerungen - Turngeschichte in Grafiken


 

 

Die im Katalog gezeigten Grafiken, zusammengestellt von unserem Präsidiumsmitglied Ingo Peschel (Berlin), stammen aus der Zeit zwischen 1860 und 1914. Diese Periode spielt in der Geschichte der deutschen Turnbewegung eine besondere Rolle.
Mit dem ersten deutschen Turn- und Jugendfest 1860 in Coburg setzte eine Welle von Vereinsgründungen ein, allein rund 250 im gleichen Jahr. Als Dachorganisation wurde die „Deutsche Turnerschaft“ (D.T.) gebildet, die in 15 Kreise gegliedert war und auch Deutsch-Österreich umfasste. Anfang 1914 zählte sie in 11.500 Vereinen rund 1,5 Millionen Mitglieder. Zur Turnbewegung ist auch der 1893 entstandene Arbeiter-Turnerbund zu rechnen. In der betrachteten Zeit fanden 12 Deutsche Turnfeste statt, deren Teilnehmerzahl mit den Jahren ebenfalls anstieg und 1913 in Leipzig rund 65.000 erreichte.
Das Jahn-Museum in Freyburg besitzt eine große Zahl grafischer Zeugnisse aus dieser Epoche. Sie vermitteln einen Eindruck von der Tradition und dem Selbstverständnis der damaligen Turnbewegung, von ihren Festen und Aktivitäten, sind aber auch Beispiele für den Stil und die künstlerische Gestaltung in dieser Zeit. Im Zusammenhang mit den Jubiläen von Coburg (2010) und der Hasenheide (2011) bot es sich an, diesen Schatz einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen. Dies führte zu einer Sonderausstellung, die bereits anlässlich des 88. Jahn-Turnfestes 2010 gezeigt worden ist. Die positive Aufnahme der Ausstellung führte zu dem Entschluss der Jahn-Gesellschaft, einen Katalog herauszugeben. Er enthält zu jeder Grafik einen erläuternden Text, der auf Besonderheiten hinweist sowie den (turn-)geschichtlichen Zusammenhang und das betreffende Ereignis kurz beleuchtet.
Der Katalog ist im Jahn-Museum noch erhältlich.

 

Buchpublikation von Hans-Joachim Bartmuß und Josef Ulfkotte: Nach dem Turnverbot – „Turnvater“ Jahn zwischen 1819 und 1852


 

 

Die Zeitspanne zwischen Friedrich Ludwig Jahns Verhaftung im Jahre 1819 und seinem Tod im Jahre 1852 wird von der biografiegeschichtlichen Forschung bislang stiefmütterlich behandelt. Die vorliegende Untersuchung versucht zu klären, ob Jahn nach seiner Verbannung aus dem öffentlichen Leben, nach Haft und jahrelanger polizeilicher Überwachung, bis zu seiner Wahl zum Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung 1848 tatsächlich im Abseits stand. Seine Rolle in der Männerturnvereinsbewegung der 1840er Jahre wird ebenso kritisch reflektiert wie seine Arbeit im Paulskirchenparlament. Die Darstellung, in der auch Zeitgenossen Jahns zu Wort kommen, wird mit einem Kapitel über den „Antisemiten“ und „Franzosenfresser“ Jahn eingeleitet. Hans-Joachim Bartmuß war Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Josef Ulfkotte ist Studiendirektor am Gymnasium Petrinum in Dorsten. Beide Autoren gehören dem Präsidium der Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft an. Das Buch ist 2011 im Böhlau-Verlag erschienen.

Zum Vorwort von Hansgeorg Kling

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