Jürgen Leirich lebt nicht mehr

Prof. Dr. Jürgen Leirich lebt nicht mehr. Mit seinem plötzlichen Tod verliert die Friedrich-Ludwig-Jahn-Gesellschaft ihren Vizepräsidenten. Der emeritierte Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg war höchst engagiert im Einsatz für unsere Gesellschaft, die das Leben und Wirken Jahns vertritt, erforscht und verbreitet.

Jürgen war der erste Vorsitzendedes 1992 gegründeten Jahn-Fördervereins (Förderverein zur Traditionspflege und Erhaltung der Friedrich–Ludwig–Jahn-Gedenkstätten), der der Vorgänger der jetzigen Jahn-Gesellschaft war, und seit 2004 unser Vizepräsident.

Der Weg des begeisterten Gerätturners, geboren 1938, führte vom 12jährigen Leistungsturner zum Turner der Meisterklasse in Halle und zum internationalen Kampfrichter. Nach dem Studium der Körpererziehung und Germanistik erwarb er sich als Sportwissenschaftler vor allem mit seinen Veröffentlichungen über die Theorie und Praxis des Gerätturnens sowie als Institutsleiter in Halle Anfang der 90er Jahre große Verdienste.

Noch bis zuletzt war er voller Tatendrang und entwickelte Zukunftspläne. Was er bei seiner Verabschiedung aus dem Hochschuldienst 2004 über seine wissenschaftlichen Ziele sagte, trifft bezeichnenderweise auch für die Jahn-Gesellschaft zu: „Die Anerkennung gelingt nur dann dauerhaft, wenn wissenschaftliche Profilierung, Kooperationsfähigkeit und Ausstrahlung in die Gesellschaft gegeben sind.“ So wirkte er. Wir alle haben ihm sehr viel zu verdanken.

Hansgeorg Kling