F. L. Jahn in der „Hall of Fame des deutschen Sports“

In einer eindrucksvollen Benefiz-Veranstaltung der Deutschen Sporthilfe und des DOSB wurde am 31. Mai in Berlin vor 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Sport Willy Bogner für sein Lebenswerk mit der Goldenen Sportpyramide geehrt. Zuvor kam es zur Aufnahme dreier neuer Mitglieder in die „Hall of Fame des deutschen Sports“. In der Kategorie Ideengeber des Sports: Friedrich Ludwig Jahn (1778 – 1852); in der Kategorie Einsatz für die Werte des Sports: Harry Valerien (2012 verstorben); in der Kategorie Besondere Kämpfer: Joachim Deckarm (er war anwesend).

Die Laudatio für die drei hielt Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich. Die Urkunde für Jahn überreichte er Prof. Dr. Karin Büttner-Janz, der erfolgreichsten (Kunst-)Turnerin aller Zeiten (z. B. zwei Goldmedaillen 1972 in München).

Die Rede des Bundesinnenministers und der Film, der über Jahn gezeigt wurde, betonten Jahns Wirken im Vorfeld der „Völkerschlacht“ 1813 und in der Paulskirche 1848, Ausschnitte blendeten das bunte Treiben bei den modernen Deutschen Turnfesten ein. Die Bilder, mit denen Jahn vor Augen gerückt wurde, waren dann allerdings leider die des Alten mit dem langen Bart und nicht die des jungen Jahn, der als 33-Jähriger mit dem Turnen auf der Hasenheide begann.

Karin Büttner-Janz will die Urkunde, die sie empfing, nicht zu Hause aufheben, sondern dem Deutschen Turner-Bund oder dem Jahn-Museum in Freyburg überlassen.

Hansgeorg Kling