Sonderausstellung 2015

Ferdinand Goetz und Freyburg

Unter dem Titel "Ferdinand Goetz und Freyburg" eröffnet am Samstag, dem 22.08., um 18 Uhr unsere neue Sonderausstellung. Sie beleuchtet den Leipziger Arzt Dr. Ferdinand Goetz. Der von den Leipzigern liebevoll genannte "Töpfchendoktor von Lindenau" war weitaus mehr als nur Arzt. Ab 1860 bis zu seinem Tode war er der Geschäftsführer der Deutschen Turnerschaft, 1895 auch deren Vorstandsvorsitzender. Nach Jahn gilt er als einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der Turnbewegung in Deutschland. Er legte in Leipzig-Lindental das Archiv (später die Bibliothek) der Deutschen Turnerschaft an und war zusammen mit dem Unternehmer Karl Heine Gründer und Initiator zahlreicher Bürger- und sozialer Vereine. Auch in Freyburg ist sein Schaffen bis heute nicht zu übersehen. Auf Goetz Initiative entstanden hier die bis heute stadtbildprägende Erinnerungsturnhalle und die Ehrenhalle. Dafür Verlieh ihm die Stadt das Ehrenbürgerrecht. Anlässlich des 100. Todestages, welcher am 13.Oktober diesen Jahres auch in Leipzig feierlich begangen wird, widmet das Jahn-Museum dem "zweiten großen Kopf" der Turnbewegung eine Sonderausstellung.

200 Jahre Turnen in Württemberg

Hirsau, im Herbst 1816: In dem kleinen, kaum 350 Seelen zählenden schwäbischen Ort, geschieht etwas Außergewöhnliches: Fünf junge Männer finden zusammen, um zu turnen. Zum Vorbild dient ihnen das gerade im Frühjahr in Lübeck erschienene Werk des Gründers der deutschen Turnbewegung, Friedrich Ludwig Jahn, „Die deutsche Turnkunst“. Es ist ihnen „Ernst um das liebe deutsche Vaterland“, wie sie ihrem Turntagebuch anvertrauen; denn die „echte Turnkunst“ stehe „im engsten Zusammenhang … mit vaterländischem Geist und Kraft“. Auch das verloren gegangene Gleichgewicht zwischen Seele und Leib wollen sie wieder herstellen. Ihr Wahlspruch lautet: „Frisch, frei, fröhlich und fromm“.

 

Mit der Gründung beteiligt ist der Präzeptor von Leonberg, Friedrich Wilhelm Klumpp, den man später den „schwäbischen Turnvater“ nennen wird. Ist allein schon dies bemerkenswert, so erst recht die Gründung eines Vereins, mit selbst auferlegten Gesetzen, Kasse und Vorstand. Erwartet hätte man dies eher in einer Universitätsstadt. Die Hauptstadt Stuttgart wird erst ein Jahr später ihren Turnplatz haben. Die kleine Gruppe von Turnern stand damit an der Wiege der Turnerei in Württemberg.

 

Möglich wird das Rückerinnern erst seit dem Auffinden des „Turntagebuches“ durch Siegfried Greiner aus Hirsau im Jahr 1972, durch dessen Vermächtnis es in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart aufbewahrt wird.

 

Die Stadt Calw, der Schwäbische Turnerbund (STB) und das Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. (IfSG) nehmen diese Vereinsgründung zum Anlass, um auf 200 Jahre Geschichte von Turnen und Sport zurückzublicken. Am 18. Mai 2016 findet im Kursaal Hirsau (Stadt Calw) die Sporthistorische Tagung "200 Jahre Turnen in Württemberg" statt.

 

 

 

 

Programm und Anmeldung können Sie in unserer Katregorie Pressedienst als PDF-Version herunterladen oder beim Institut für Sportgeschichte Baden-Württemberg e.V. erhalten.

 

Kontakt:

Postfach 47, 75429 Maulbronn

Tel.: 07043 / 103-16

Fax: 07043 / 10345

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! / www.ifsg-bw.de

 

Jahnturnen 2015

Das Jahnturnen 2015 wirft seine Schatten vorraus. Zum 93. mal treffen sich im August Turner aus dem gesamten deutschsprachigen Raum um unter freiem Himmel zu zeigen was sie können. Alle Teilnehmer erhalten im Museum während des Turnfests freien Eintritt! Wer sich beteiligen will kann sich ab sofort beim Landesturnverband Sachsen-Anhalt anmelden.  Wir freuen uns auf spannende Wettkämpfe !

 

Auschreibung PDF-Datei zum Download

Anmeldungsformular

Hier gehts zur Anmeldung auf der Website des LTV-Sachsen-Anhalt