Hoher Besuch in Freyburg

Hoher Besuch April im Jahn-Museum in Freyburg: Sachsen-Anhalts Kulturminister Rainer Robra, Staatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger und Landrat Götz Ulrich informierten sich vor Ort über die Situation des Museums und über die Aufgaben der Jahn-Gesellschaft.

 

Hauptgegenstand der zweistündigen Gespräche waren die anstehende Sanierung des in die Jahre gekommenen Hauses und der für das Magazin nötige Erweiterungsbau. Dass das kühne Ziel angesichts der „großen nationalen Bedeutung der Jahn-Gedenkstätte“ (Pressedienst des Burgenlandkreises) bis zum 100. Jahn-Turnfest im Jahr 2022 erreicht werden sollte und dass sich das Ganze der Öffentlichkeit dann im neuen Gewand präsentieren könne, war übereinstimmende Auffassung.

 

Die finanzielle Förderung des anspruchsvollen kulturellen Projekts „auch als Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ zeichnet sich jetzt ab. Alle Partner stehen in den Startlöchern. Die Jahn-Gesellschaft ist sehr dankbar für die engagierte Zusammenarbeit der Beteiligten.

 

Hansgeorg Kling

200 Jahre Hamburger Turnerschaft von 1816

Ein Musterbeispiel für Geschichtsbewusstsein und Zukunftsorientierung

 

Aus dem DTB

 

Es war eine höchst gelungene, begeisternde Veranstaltung, mit der die Hamburger Turnerschaft von 1816 im vergangenen Herbst im Rathaussaal der Hansestadt ihr 200jähriges Bestehen feierte. Die Mischung war es, die bei diesem „Senatsempfang“ überzeugte und die mit dem Blick auf andere Jubiläumsanlässe als vorbildlich genannt werden kann. Dass es sich um eine kurzweilige Geschichtsstunde handelte, kommt hinzu.

 

Am Anfang stand die Würdigung des 5000-Mitglieder-Vereins durch die politische Prominenz. Sowohl Innensenator Andy Grote als auch der Hamburger Soziologe und ehemalige DTB-Vizepräsident Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke lobten den Pioniergeist und die Vorreiterrolle der HT 16 im deutschen Sport. Immerhin wurde das deutsche Vereinswesen entscheidend angestoßen durch Hamburger Neuerungen wie den Freizeit- und Gesundheitssport, durch die gezielte Aktivierung der Senioren und (erstmals) durch ein Fitness-Studio im Verein. Auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann unterstrich dies.

 

Auch bei vorsichtiger Einschätzung kann man den Auftritt Friedrich Ludwig Jahns als den Höhepunkt der Feierstunde einstufen. Ja, wirklich: Der jugendliche „Turnvater“ persönlich gab dem Jubilar und seinen rund 400 Gästen die Ehre. In Gestalt des Schauspielers Lars Ceglecki gestaltete er höchst lebendig, welch wilden Lebensweg Jahn ging und vor allem, wie wichtig ihm das Ringen um Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit vor 200 Jahren war.

 

Selbstverständlich wurde deutlich, wie sehr er neben seinem politischen Wirken auch mit der „Erfindung“ des Turnens revolutionär war: Das öffentliche, über alle Standesgrenzen hinweg greifende Tummeln der jungen Burschen auf der legendären Hasenheide in Berlin, das selbstbestimmt und eher abenteuerlich war, jedenfalls nicht vom Drill bestimmt, wurde zur Urzelle des deutschen Vereinswesens. Dass Jahns Ideen in der Bürgerrepublik Hamburg so früh zündeten, lag nahe und musste wohl so sein. Bei dieser Verfasstheit muss man sich jedenfalls keine Sorgen um die Zukunftsfähigkeit unserer Vereine machen.

 

Kg.

 

Frohe Weihnachten

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir danken allen Helfern, Förderern, Kooperationspartnern, Unterstützern und Besuchern, die dazu beigetragen haben das letzte Jahr so erfolgreich zu gestalten.

 

Das Team vom Jahn-Museum verabschiedet sich vom 24.12.2016 bis 09.01.2017 in die Betriebsferien. Wir freuen uns Sie ab dem 10.01.2017 wieder in unserem Museum begrüßen zu dürfen.

 

Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das Jahr 2017.

 

Das Team vom Jahn-Museum